Pfusch in der Notaufnahme

Mittwoch, 25. Januar 2012

Mainz. Die ARD-Sendung „Report Mainz“ zeigte gestern einen Beitrag mit der Überschrift „Pfusch in der Notaufnahme“. Aufgehängt an zwei Beispielen, in denen Patienten in der Notaufnahme erst nach Stunden oder in einem tragischen Fall sogar gar nicht behandelt wurden, ging es um die Zustände in den Notaufnahmen, die sich einer immer größer werdenden Zahl von Patienten gegenüber sehen.
Dabei kamen auch Rettungsassistenten zu Wort, die anonymisiert ihre Eindrücke schilderten: „Wir erleben es immer wieder, dass es in der Notaufnahme zu Wartezeiten kommt, weil nicht genügend Personal da ist. Man kann sagen, dass wir in sieben von zehn Fällen da warten müssen.“ Und das betreffe auch lebensbedrohlich erkrankte oder verletzte Menschen.
Doch es liege nicht nur daran, dass es zu wenig Ärzte in den Notaufnahmen gibt. Diese seien auch häufig zu jung und unerfahren. Experten, so heißt es in dem Beitrag, sehen enorme Defizite bei der Qualifikation der Ärzte in den Notaufnahmen. Barbara Hogan, Vizepräsidentin der Europäischen Gesellschaft für Notfallmedizin (EuSEM): „Ich halte Deutschland für ein Entwicklungsland was die notfallmedizinische Qualifikation angeht. In den meisten europäischen Ländern gibt es die fünfjährige Ausbildung zum Facharzt für Notfallmedizin, und da muss Deutschland unbedingt anschließen.“ Die Bundesärztekammer sieht in einem Facharzt Notfallmedizin hingegen keine eigenständige Qualifikation, deshalb sei er auch nicht nötig.
Den vollständigen ARD-Beitrag kann man sich hier ansehen.

Weiterlesen ►

Neues Jahr, neue Nummer

Sonntag, 1. Januar 2012

Deutschland. Zum 01.01.2012 tritt das Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VStG) in Kraft, das unter anderem eine europaweit einheitliche Rufnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst (= hausärztlicher Notdienst) vorsieht. Bei nicht akuten bzw. lebensbedrohlichen Erkrankungen können Sie ab sofort außerhalb der Praxiszeiten Ihres Hausarztes, d.h.
  • montags, dienstags und donnerstags ab 19:00 Uhr bis 8:00 Uhr am folgenden Tag
  • mittwochs ab 13:00 Uhr bis donnerstags um 8:00 Uhr
  • freitags ab 19:00 Uhr bis montags um 8:00 Uhr
  • feiertags ganztägig
unter der Rufnummer 116 117 eine Telefonzentrale erreichen, die Sie mit dem für Sie zuständigen Bereitschaftsarzt verbindet.
Bei akuten bzw lebensbedrohlichen Erkrankungen, Unfällen oder Vergiftungen wählen Sie weiterhin die Nummer 112.

Weiterlesen ►

Neues Jahr, neue Gebührenordnung

Oberberg. Wie bereits an dieser Stelle berichtet, hat der Oberbergische Kreis seit 2009 ein erhebliches Defizit erwirtschaftet. Als logische Konsequenz gilt nun ab 01.01.2012 eine neue Gebührenordnung für die Einsätze von von Kranken- und Rettungswagen sowie Notarzt. Die ausführlichen Regelungen finden Sie hier.
zum Vergrößern anklicken

Weiterlesen ►

Neues Jahr, neuer Betreiber

Altes Layout bis Dezember 2011
Elsenroth/Oberberg. Im Zuge der vom Kreistag beschlossenen Kommunalisierung des Rettungsdienstes ist nach den Johannitern (1993-2011) ab heute der Oberbergische Kreis Betreiber unserer Wache. Dem geschuldet ist die kleine optische "Renovierung", inhaltlich bleibt alles beim Alten.

Weiterlesen ►

Einsätze 2011

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Hier finden Sie einen kleinen Ausschnitt unserer 2116 Einsätze im Jahr 2011. Auch wenn es hier so scheint, besteht unser Einsatzaufkommen in erster Linie nicht aus Unfällen, sondern Notfällen wie z.B.
  • akute Herz-/Kreislaufprobleme
  • Atemnot
  • Schlaganfall
Diese Einsätze finden sich nur in der Regel nicht in der Presse wieder.



Linienbus geriet in Gegenverkehr

Betrunken mit Glasflasche geworfen


Überholmanöver endet mit Überschlag


Familienkutsche landete auf dem Dach


25-Jähriger wird von führerlosem Auto überrollt





Zweirad-Kollison: drei Verletzte
  • OVZ vom 26.09.2011





Lkw kracht in Bürogebäude


Vollbesetzter BMW überschlug sich auf der A4



Ohne zu halten über die Kreuzung gefahren






42 Verletzte nach schwerem Schulbus-Unfall




Aus Cabrio geschleudert und schwer verletzt

Weiterlesen ►

Besuch vom "Christkind"

Samstag, 24. Dezember 2011

Elsenroth/Oberberg. Alle Jahre wieder besucht Landrat Hagen Jobi die Rettungs- und Polizeiwachen im Oberbergischen Kreis. In jährlichem Wechsel war er in diesem Jahr im Südkreis unterwegs. So besuchte er um kurz nach elf Uhr als erstes die Rettungswache in Elsenroth. Aus besonderem Anlass wurde er in diesem Jahr von Kreisdirektor Jochen Hagt begleitet. Dieser möchte seine zukünftigen neuen Kreismitarbeiter und deren Wachen kennenlernen, sind doch ab Januar alle Rettungskräfte des Oberbergischen am Kreis angestellt.

Weiterlesen ►

Unser Neuer - eine schöne Bescherung...

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Elsenroth/Oberberg. Nachdem unser letzter RTW irgendwo bei 350.000 km nach 5 Jahren endgültig den Geist aufgegeben hatte und wir in den letzten zwei Monaten mit Ersatzfahrzeugen vorlieb nehmen mussten, war es heute endlich so weit: Unser neuer RTW (die Nummer 4 seit Gründung der Wache im Jahr 1993) wurde geliefert und man muss sagen, das Warten hat sich gelohnt!
Zum ersten Mal in gut 18 Jahren Wachgeschichte trafen sich die Mitarbeiter vor Indienststellung eines RTWs, um diesen eingehend unter die Lupe zu nehmen. Der "GM 12 RTW 1" ist der fünfte RTW im Kreis, der nach dem neuen einheitlichen Konzept einer Arbeitsgruppe von Rettungsdienstmitarbeitern aller oberbergischen Rettungswachen (aus)gebaut wurde. So soll zukünftig sichergestellt werden, dass jeder Mitarbeiter sich auf jedem Fahrzeug schnell zurecht findet.
Zur Ausstattung gehören u.a. ein Lifepak 15 (Physiocontrol), ein Medumat Standard-a mit Capnovol-Modul (Weinmann), eine Accuvac-Rescue-Absaugpumpe (Weinmann), Spineboard (Laerdal), Schaufeltrage (Ferno), K.E.D.-System (Servoprax), Vakuummatratze (Schmidt), Stair PRO-Tragestuhl (Stryker), Fahrttrage (Stollenwerk), Ulmer-Koffer III, Oxybag (Pax) und Kindernotfalltasche (Pax).
Wie sich die RTWs in den letzten 18 Jahren verändert haben, erkennt man z.B. an folgender Annekdote: Mitte der 90er Jahre mussten wir uns eine Schaufeltrage von einer anderen Wache zum Einsatzort bringen lassen, weil diese nicht zur DIN-Ausstattung eines RTWs gehörte. Heute hat man die Qual der Wahl, wie man den Patienten am schonensten auf die Trage bekommt.
Damals diskutierte man übrigens auch ernsthaft über den Sinn und Zweck eines dritten Blaulichtes am Heck des Fahrzeugs, Frontblitzer oder "Straßenräumer" waren quasi illegal und wurden vom TÜV nicht abgenommen. Heute blitzt und blinkt der RTW an allen Ecken und Enden, dass jede Disco neidisch werden könnte...

Weiterlesen ►

  © Blogger template On The Road by Ourblogtemplates.com 2009

Back to TOP